Unser Kräuteranbau
Bei uns steht die Liebe zur Naturheilkunde im Zentrum. Neben unserem bekannten Artemisia annua-Anbau beschäftigen wir uns intensiv mit weiteren Heilpflanzen, die wir anbauen, ernten und für dich nutzbar machen – darunter Arnika, Rosenwurz (Rhodiola) und Jiaogulan. Diese Kräuter unterscheiden sich in ihrer Wirkung, ihrer Tradition und darin, wie sie dir als Pflanzen aus dem eigenen Garten helfen können.
Arnika – die Erste Hilfe aus der Natur
Arnika ist eine der bekanntesten Heilpflanzen Europas. Diese robuste, mehrjährige Pflanze bildet gelbe Blütenköpfe und wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verwendet. In der Anwendung ist Arnika vor allem für ihre unterstützende Wirkung bei Prellungen, Zerrungen, Muskelkater und Gelenkbeschwerden bekannt.
Die Wirkung beruht auf den in den Blüten enthaltenen ätherischen Ölen, Flavonoiden und Sesquiterpenlactonen, die entzündungshemmende Eigenschaften haben. Aus Arnika werden traditionell Tinkturen, Salben oder Balsame hergestellt, die äusserlich aufgetragen werden, um lokale Schmerzsymptome und Schwellungen zu lindern. Arnika ist nicht zum innerlichen Gebrauch geeignet, da sie im Verdauungstrakt reizend wirken kann.
Arnika wächst gut auf sonnigen, gut durchlässigen Standorten im Kräuterbeet oder an sonnigen Hanglagen.
Rosenwurz (Rhodiola) – das Kraut für Stress und Energie
Eine weitere Pflanze, mit der wir uns beschäftigen, ist Rosenwurz, botanisch Rhodiola rosea. Sie gehört zu den Pflanzen, die traditionell in den kalten Gebirgsregionen Eurasiens heimisch sind und dort seit langem wegen ihrer adaptogenen Eigenschaften geschätzt werden. Adaptogen bedeutet, dass die Pflanze dem Körper helfen kann, mit Stress besser umzugehen und die Resilienz des Organismus zu stärken.
Studien und traditionelle Anwendungen zeigen, dass Rosenwurz oft zur Unterstützung bei Müdigkeit, mentaler Erschöpfung, zur Förderung von Energie und Konzentration eingesetzt wird. In der modernen Naturheilkunde wird Rosenwurz als pflanzliche Unterstützung bei körperlicher und geistiger Erschöpfung genutzt.
Rosenwurz bevorzugt einen kühlen, steinigen, gut durchlässigen Standort. Die Pflanzen sind robust.
Jiaogulan – das chinesische „Kraut der Unsterblichkeit“
Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) stammt ursprünglich aus Süd- und Ostasien und wird dort sowohl als Heilpflanze als auch als Tee verwendet. Wegen seiner traditionellen Anwendung zur Förderung von Gesundheit und Ausdauer wird es auch „Kraut der Unsterblichkeit“ genannt.
Die Pflanze gehört zur Familie der Kürbisgewächse, ist eine rankende, mehrjährige Kletterpflanze und kann im eigenen Garten als jährliche Kultur oder geschützter Kletterpartner angebaut werden. Die Blätter von Jiaogulan werden häufig getrocknet und als Tee aufgegossen oder als Tinktur verarbeitet.
Traditionell wird Jiaogulan eine Reihe von positiven Eigenschaften zugesprochen, darunter antioxidative Wirkung, Unterstützung des Immunsystems und eine adaptogene Wirkung, die helfen kann, körperliche Stressreaktionen auszugleichen. Einige Studien untersuchen auch seine Rolle bei Blutzucker- und Lipidstoffwechsel, bei Müdigkeit oder bei kardiovaskulären Funktionen, wobei die wissenschaftliche Evidenz noch nicht abschließend ist.
Jiaogulan benötigt halbschattige Standorte und gut durchlässigen Boden; als Rankpflanze kann sie an Spalieren oder Gartenzäunen gezogen werden.
Was diese Kräuter gemeinsam haben
Arnika, Rosenwurz und Jiaogulan ergänzen auch unser Verständnis davon, wie Pflanzen-Medizin im Sinne der Volksheilkunde wirken kann. Jede dieser Pflanzen hat ihre eigene Tradition, Anwendung und Wirkung:
- Arnika ist stark lokal und äußerlich wirkend, gut zur Unterstützung bei Verletzungen und Muskelbeschwerden.
- Rosenwurz hat eine lange Geschichte als Adaptogen für Energie, Stressmanagement und mentale Leistungsfähigkeit.
- Jiaogulan kombiniert adaptogene, antioxidative und immunmodulierende Eigenschaften in einem traditionsreichen Tee-Kraut.
Viel Gesundheit,
Kerstin und Simon